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Dr. Michael Bohne

Die 6. Tagung „Reden reicht nicht!?“ diesmal in Kombi mit „Mentale(s) Stärken“ im Doppelpack

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Interessierte an psychotherapeutischen und Coching Innovationen,

Reden Reicht Nicht!? - nun die sechste, krass!

Sucht & Erfüllung
Konsum, Sucht und Diversität als radikale Formen der Selbstgestaltung?
Die tragische Paradoxie von Konsum als Lösungsversuch

…und es geht weiter. Unsere Tagung „Reden reicht nicht!?“ hat sich mittlerweile zu einer festen Institution entwickelt. Ich freue mich total, dass die initiale Idee aus dem Jahre 2012, einen Kongress zu den Grenzen des Redens und zu den Potenzialen der „Bottom-up-Ansätze“ zu veranstalten, nun in die sechste Runde geht.

Alle bisherigen Tagungen waren große Erfolge, und mein Eindruck war erneut, dass die letzte Tagung, nun von 2025, vielleicht sogar die bislang beste war. Es ist nicht selbstverständlich, dass eine Tagungsreihe nicht in Routine versinkt, sondern immer wieder neu begeistert.

PEP spielt auf der Tagung ja eine zentrale Rolle, sie ist jedoch keine ausschließliche PEP-Tagung. Dennoch waren bei den bisherigen Tagungen viele PEPolog:innen anwesend, sowohl als Teilnehmer:innen als auch als Referent:innen in Workshops oder als Hauptvortragende.

Die vor der letzten Tagung angekündigte Multi-Center-Studie in naturalistischem Design mit PEP bei mittelgradigen Depressionen (n = 52; 12 Sitzungen) wurde nun durchgeführt und mit beeindruckenden Ergebnissen abgeschlossen. In der vergangenen Woche wurde der Artikel in einem internationalen Journal eingereicht: Ich werde berichten.

Nach den von uns hier an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) durchgeführten, weltweit ersten fMRT-Wirksamkeitsstudien zum Klopfen und zu PEP folgt nun eine sehr aufregende fMRT-Studie zum Thema Bewusstsein, Identität und tiefe Kernüberzeugungen. An der Uni Köln im Bereich der translationalen Schmerzforschung ist eine Studie zu PEP bei chronischen Schmerzen geplant. Ferner gibt es noch eine PEP Studie zu Prüfungsängsten von Medizinstudierenden.

Unser diesjähriges Thema Sucht & Erfüllung. Konsum, Sucht und Diversität als radikale Formen der Selbstgestaltung? Die tragische Paradoxie von Konsum als Lösungsversuch“ liegt mir besonders am Herzen, da die Versorgung im Kontext „Suchtmedizin“ und bei riskanten „Konsumthemen“ alles andere als zufriedenstellend ist.

Deshalb freue ich mich sehr, einige der wichtigsten Protagonisten einer modernen, menschlichen, wertschätzenden und undogmatischen Suchtmedizin an Bord zu haben. Gunther Schmidt ist ja auch Mitveranstalter der Tagung und er ist mit seiner offenen und wertschätzenden hypnosystemischen Haltung und seinen innovativen Gedanken und Strategien gerade auch bei dem Thema „Sucht“ einer der Hauptakteure und wichtigstgen Wegbereiter für dieses Feld und insofern von unermesslicher Bedeutung.

Prof. Dr. Joachim Körkel, der die zieloffene Suchtarbeit (ZOS) implementiert hat, einer der Vertreter der ersten Stunde für eine neue Suchtmedizin jenseits des Abstinenzdogmas, wird einer der Hauptreferenten sein.

Auch die anderen Hauptreferent:innen haben es in sich. Hier seien einige aufgeführt:

Prof. Dr. Thomas Voit von der Universität Nürnberg ist Experte für Gamifizierungsforschung, in der analysiert wird, wie motivationsförderliche Spielelemente in spielferne Bereiche implementiert werden können. Das Thema Sucht hat viel mit Dopamin zu tun, daher ist es naheliegend, sich auch von dieser Seite mit dem Thema zu beschäftigen.

Ein weiterer sehr beeindruckender und inspirierender Gast ist Prof. Dr. André Frank Zimpel, der eine Professur für Neurodiversitätsforschung an der Universität Hamburg hat. Er ist gerade mit seinem Buch Wahnsinnig intelligent: Die verborgenen Potenziale neurodivergenter Menschen aufgefallen. Er ist einer der führenden Experten für Neurodivergenz und KI. Vielen ist nicht bewusst, wie groß die Korrelation bzw. Komorbidität zwischen Sucht und Neurodiversität ist.

Der Toxikologe Dr. Fabian Steinmetz wird einiges Erhellendes zum Thema Drogen und Drogenpolitik sowie auch ganz Konkretes zur Toxizität der einzelnen Substanzen beitragen.

Dies sind nur einige der Hauptreferenten. Weitere spannende werden sicherlich von den anderen Mitveranstaltern aufgeführt.

Ich freue mich sehr auf die sechste „Reden-reicht-nicht!?“-Tagung. Wir hoffen wieder auf ein Gesamtkunstwerk, zu dem wir Euch/Sie jedoch unbedingt brauchen. Ohne Euch/Sie ist alles nichts!

Euer/Ihr

Michael Bohne